Wichtige Termine und Aktionen

 

Das globalisierungskritische Netzwerk Attac veranstaltet vom 20. bis 22. Mai 2011 in Berlin einen Kongress zum Thema: Jenseits des Wachstums?! Ökologische Gerechtigkeit. Soziale Rechte. Gutes Leben. (Hier erhaltet ihr nähere Informationen und könnt euch auch direkt anmelden.) Die „Initiative Ökosozialismus“ ist eine offizielle Unterstützerorganisation dieser wichtigen Veranstaltung. Einige von unseren ökosozialistischen GenossInnen und FreundInnen haben den Kongress engagiert mit vorbereitet bzw. werden als Podiumsteilnehmer und Veranstalter von Workshops daran mitwirken. Außerdem werden wir dort mit einem Infostand präsent sein! Bitte meldet euch per Email, telefonisch oder per Post, wenn ihr teilnehmen werdet und auch Lust habt, unseren Infostand mit zu betreuen.

 

Die Renaissance der Kohle verhindern!

Das fossile Zeitalter geht seinem baldigen Ende entgegen. Der "Peak" der Erdölproduktion ist vermutlich bereits erreicht, oder er wird spätestens im Jahr 2010 erreicht sein. Anstatt die Energieversorgung zunehmend auf eine nichtfossile Basis zu stellen und sich auf ein insgesamt wesentlich niedrigeres Niveau des Energieverbrauchs einzustellen, zeichnet es sich derzeit ab, dass man das Ende des fossilen Zeitalters so lange wie möglich hinausschieben will. Derzeit ist eine für das Klima höchst gefährliche Renaissance der Kohle zu verzeichnen. In der Bundesrepublik sind zur Zeit 45 (!) Braun- und Steinkohlekraftwerke geplant. Wenn wir die Folgen des Klimawandels noch einigermaßen in den Griff bekommen wollen, dann muss das unbedingt verhindert werden! Mit dem Bau der Kohlekraftwerke wird das fossile Zeitalter auf die nächsten Jahrzehnte fortgeschrieben. Die "Initiative Ökosozialismus" hält den Widerstand gegen den Bau der Kohlekraftwerke derzeit für entscheidend! Nach unserer Vorstellung müsste sich ein Widerstand dagegen entwickeln, der dem gegen die Atomkraft vergleichbar ist.  Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) ist in diesem Widerstand derzeit federführend. Wir verweisen vor allem auf den Kohle-Express des BUND, in dem die wichtigsten Informationen zusammengetragen sind.

Die geplanten Kohlekraftwerke werden konventionell gebaut, haben also nichts zu tun mit den zur Zeit propagierten "CO-2-freien" Kohlekraftwerken und können auch nicht entsprechend umgerüstet werden. Aber auch diese sind alles andere als ein Ausweg aus dem Treibhaus. Die Technik ist erst im Versuchsstadium und natürlich höchst problematisch. Zunächst erfordert diese Technik einen Mehreinsatz von Energie um etwa 20%. (Kohlendioxid muss erst verflüssigt werden, um dann in unterirdischen Lagern gespeichert zu werden). Das senkt also den Effizienzgrad der Kraftwerke von vornherein um 20%. Die Speicherung ist ebenso problematisch wie die Endlagerung von Atommüll. In Wahrheit schaffen wir uns damit eine Zeitbombe. Experimente mit Kohlendioxidverpressung im Meer haben gezeigt, dass ein Versäuerungsprozess entsteht, der das Gestein durchlässig macht. Das Freiwerden des gespeicherten Kohlendioxid wäre ein Albtraum. (Zum Mythos der "sauberen Kohle verweisen wir hier auch auf den hervorragenden Beitrag von Uwe Witt, Clean Coal)

Bekanntlich hat Hitler das Ende des Krieges dadurch hinauszuzögern versucht, dass er die Treibstofferzeugung aus Kohle forcierte, um seine Kriegsmaschinerie unabhängig vom nicht verfügbaren Erdöl aufrechtzuerhalten. Genau damit ist in unserer Situation zu rechnen. Südafrika hat sich mit dieser Technik über die Zeit der Apartheid hinweggerettet. Die südafrikanische Firma, die diese Technik am weitesten entwickelt hat, hat in letzter Zeit steigende Aktienkurse zu verzeichnen. Hier müssen wir auf der Hut sein. Die Verlängerung des fossilen Zeitalters mittels Renaissance der Kohle wäre das Aus für das Weltklima. Die Initiative Ökosozialismus plädiert dafür, dass wir unsere Kräfte bündeln, um diese Renaissance zu stoppen.

 

Bitte wendet euch per E-Mail an uns, wenn ihr Informationen zu Veranstaltungen und Aktionen habt, von denen ihr meint, dass sie hier aufgenommen werden sollten. Saral Sarkar und Bruno Kern stehen auf Anfrage auch gern für Vortragsveranstaltungen zur Verfügung. Wendet euch bei Interesse an unsere Kontaktadresse.