Aktuelle Kommentare

 

Wir empfehlen hier den grundlegenden Aufsatz von Richard Smith, Green capitalism: the god that failed, der mit guten Argumenten unsere Position zur Illusion eines grünen Kapitalismus stützt.

Aus gegebenem Anlass (nämlich der Veröffentlichung des Buches „Intelligent wachsen“ von Ralf Fücks) hat Saral Sarkar in seinem neuen Beitrag klargestellt, dass Ökokapitalismus eine Illusion ist.

Unter dem Titel Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar hat Bruno Kern die illusionäre Auffassung kritisiert, erneuerbare Energien und „Effizienzrevolution“ würden ein „Weiter so“ unserer Konsumgesellschaft garantieren. Dieser Text ist jetzt auch in englischer Übersetzung verfügbar!

Saral Sarkar hat einen (im Original englischen) Beitrag zum Verständnis der gegenwärtigen Krise aus ökosozialistischer Sicht verfasst. Er zeigt den Zusammenhang von Finanz-, Wirtschafts- und Schuldenkrise mit der grundlegenderen Ressourcenkrise auf. Nun liegt der Beitrag auch in einer deutschen Übersetzung und neuerdings auch auf Französisch vor!

Zum Programmentwurf der Partei DIE LINKE hat Bruno Kern eine kritische Stellungnahme aus ökosozialistischer Sicht verfasst.

"Das Wachstum ist zu Ende" - das ist die Botschaft eines aktuellen Statements zur Finanz- und Wirtschaftskrise von Richard Heinberg, dem Autor des überaus lesenswerten Buches "The Party's Over. Das Ende der Ölvorräte und die Zukunft der industrialisierten Welt" (Riemann, München 2003)

 Auch Dennis Meadows fordert angesichts der bevorstehenden Rezension in einem Interview mit der Südeutschen Zeitung einen Abschied vom Wachstumscredo.

Das Ende des Erdölzeitalters war jüngst Thema eines wissenschaftlichen Kongresses, über den ein lesenswerter Artikel von Manfred Kriener in der "taz" informiert. Zur "Peak-Oil"-Debatte verweisen wir auch auf unsere Rubrik "Weitere Seiten zum Thema im Internet".

Obwohl wir selbst die Schlussfolgerungen radikaler ziehen würden, geben wir hier einen u.E. sehr lesenswerten Beitrag von Henrik Paulitz vom IPPNW zum Thema Knappes Öl und Militarisierung wieder. Im selben Sinne macht Michael Plöse in seinem Beitrag Peak Oil in Karlsruhe darauf aufmerksam, was die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtshofes zur Legitimität von Auslandseinsätzen der Bundeswehr mit dem weltweiten Kampf um den letzten Tropfen Öl zu tun hat.

Unter dem Titel Kapitaler Klimawandel zeigen Andreas Exner und Lothar Galow-Bergemann in der Zeitschrift "Streifzüge" (Nr. 40, Kuli 2007) auf, dass sich die Klimakatastrophe nicht einfach durch mehr Effizienz und mehr Einsatz erneuerbarer Energien aufhalten lässt. Innerhalb der kapitalistischen Wachstumsgesellschaft ist Nachhaltigkeit nicht zu erreichen. Nicht nur Effizienz, sondern Suffizienz, d.h. ein absolutes Absenken unseres Verbrauchsniveaus ist erforderlich. Der kapitalistische Wachstumszwang lässt genau das nicht zu.

Wolfgang Storz zeigt in enem Artikel unter dem Titel Hurra, die Klimakatastrophe wächst der Wochenzeitung "Freitag" auf, wie die Partei Die Linke und die Gewerkschaften weiter an der alten Wachstumspolitik festhalten und damit bei aller Nachhaltigkeitsrhetorik für eine Ökologiepolitik, die diesen Namen verdient, bisher kaum brauchbare Bündnispartner sind.

In einem Beitrag der schweizerischen WOZ unter dem Titel Lauwarme Gesten kritisiert Marcel Hänggi eine verkürzt ökonomische Sichtweise der Klimakatastrophe von einem Kosten-Nutzen-Standpunkt aus.

Angesichts der sich immer deutlicher abzeichnenden Klimakatastrophe plädieren neuerdings auch so promionente Ökologen wie James Lovelock für eine Renaissance der Atomenergie. Dahinter steht unter anderem die Einsicht, dass ein einfaches Umsatteln auf erneuerbare Energien nicht so möglich ist, wie es uns Illusionisten wie Hermann Scheer und andere glauben machen wollen. Dass die Atomkraft aber erst recht kein Ausweg ist, belegt eindrucksvoll ein Beitrag des ehemaligen britischen Umweltministers Michael Meacher. Es führt eben kein Weg an der Schlussfolgerung vorbei, dass wir uns vom Industrialismus verabschieden müssen.

Ernst Schriefl & Andreas Exner: Nachhaltigkeit, Wirtschaftswachstum und Attac

Saral Sarkar: Keynesianismus

Saral Sarkar: Warum man die Globalisierung kritisieren soll

Serge Latouche: Circulus vitiosus

Die PDS und die Ökologie: Vortrag von Saral Sarkar in Berlin und Diskussion, Mai 2004

Buchbesprechungen

Zu: Elmar Altvater, Das Ende des Kapitalismus, wie wir ihn kennen

Die Thesen von Elmar Altvaters Buch selbst sind sehr gut dargestellt in folgendem Beitrag der Schweizer linken Wochenzeitung woz: Wenn das Öl ausgeht.